Ich folge dem “Ö” (Tag Eins auf dem Hochrhöner)
“Tick Tack Tick Tack Zeit is’ knapp. Du bist gehetzt weil die Uhr dir Beine macht…..”
Wie passend, was Herr Fox gerade im Radio singt.
Gestern Abend hab ich recht spontan entschieden die nächsten 3 Tage ein Stück des Hochrhöners zu laufen und schon jetzt sieht es gar nicht so gut aus.
Ich muß um 7.26 Uhr in Hünfeld am Bahnhof sein und bin gerade auf dem Weg zurück zu meiner Wohnung, weil ich den Reiseführer im Wohnzimmer liegen lassen hab.
Das wird knapp!
Zu knapp!!!
Ich sehe den Zug zwar noch aber leider zu spät.
Um 7.55 Uhr geht mein Anschlusszug in Fulda, das wird ja wohl zu schaffen sein.
7.51 Uhr bin ich am Bahnhof und schaffe es wirklich noch rechtzeitig!
(So viel Streß am frühen Morgen)
Es ist 9.30 Uhr, und ich stehe mit vollem Gepäck (13kg) in Kissingen am Bahnhof.
Jetzt sollte ich mich erst mal um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern.
In meinem grenzenlosen Optimismus bin ich mir sicher, das ich es heute bis zum Kreuzberg schaffe.
Nach einem kurzen Anruf im Kloster Kreuzberg ist aber klar, das ich nicht ganz so weit laufen muß, weil kein Zimmer mehr frei ist.
Also heißt mein heutiges Ziel Sandberg.
Das ist zwar ein kleiner Umweg aber ich muß nicht ganz so weit laufen.
Jetzt könnte es eigentlich los gehen, wenn da nicht die erste Station vom Hochrhöner Premiumcache (GC2E2W5) die sich wirklich sehr gut vor mir versteckt wär.
Eine gefühlte Ewigkeit suche ich hab aber dann doch die richtige Idee.
Erste Station gefunden…fehlen nur noch 29.
Noch schnell ein Start Foto und ab geht es!
Die ersten Kilometer läuft es sehr gut, ich hab super Laune, das Wetter ist spitze und da ich ja nicht ganz so weit wie geplant wandern muß bummel ich ein wenig.
Hab gar nicht gewusst, das Bad Kissingen eine so schöne Stadt ist!
Die ersten 3,5 Kilometer sind geschafft und ich finde, das ich mir ne Belohnung verdient hab…
…da kommt mir die Terrasse des Restaurant Salinenblick gerade recht.
Ich döse also schön in der Sonne, während ich auf meine Pfifferlinge und später die große Portion Eis warte.
Weiter gehts…

Immer weiter leicht bergauf durchs Kaskadental
Es ist schon interessant, wie man langsam seine Rhythmus findet und ohne groß zu denken läuft und einfach genießt.
Jetzt also ganz einfach Bilder anschauen und mit genießen
Gegen 18.30 Uhr hab ich es dann endlich geschafft!
Die letzten 4 km haben mich doch sehr geschlaucht aber ich hab es doch irgend wie das Hotel erreicht.
Jetzt nix wie endlich aus den Schuhen raus, die ersten kleinen Blasen verarzten und ganz wichtig, DUSCHEN!
Was Essen und dann nur noch ins Bett.
20.00 Uhr hab ich tief und fest geschlafen und das war erst die “flache Etappe” die Berge kommen am nächsten Tag……
















